| Akteure der Nachhaltigkeit |
Was machen Bürger, Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen auf dem Weg zur zukunftsfähigen Entwicklung?
Das Leitbild nachhaltige Entwicklung hat sich breit durchgesetzt: in den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, vielen Staaten, in vielen Unternehmen, die sich für ökologische oder soziale Verbesserungen einsetzen, in Vereinen und Verbänden sowie im Engagement vieler Bürger.
In Deutschland haben umwelt- und entwicklungspolitische Verbände sowie wissenschaftliche Einrichtungen Studien und Konzepte für eine zukunftsfähige Entwicklung vorgestellt. Über 2000 Kommunen haben beschlossen, im Dialog von Bürgern, Interessengruppen und Verwaltung ein zukunftsfähiges Handlungsprogramm aufzustellen ("Lokale Agenda 21"). Viele Bundesländer unterstützen dies. Nachhaltigkeit hat Einzug in das Grundgesetz und einige Gesetze gehalten, der Bundestag hat mehrere Enquetekommissionen zum Thema durchgeführt, die Bundesregierung hat einen "Rat für Nachhaltige Entwicklung" eingesetzt und eine "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" vorgelegt.
Große Unternehmen veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte zu ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Aktiengesellschaften werden in Ranglisten unter Nachhaltigkeitsaspekten bewertet und ihn einen entsprechenden Aktienindex aufgenommen. Eine wachsende Zahl von Anlegern achtet darauf, dass ihre Geldanlage sich nicht nur rechnet, sondern auch ökologische und soziale Vorteile bringt. Windenergie boomt. Der faire Handel mit Produkten aus "Entwicklungsländern" wächst und trägt zu besseren Arbeitsbedingungen für die Erzeuger bei. Immer mehr Bauern steigen auf den ökologischen Landbau um. Aber es gibt auch viele Trends, die einer zukunftsfähigen Entwicklung zuwiderlaufen, zum Beispiel das Verkehrswachstum. | |
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