Zum Inhalt - Zur Suche - Zur Navigation

Grafik ZukunftsCafe
Portal für zukunftsfähige Entwicklung

Untermenü

 

Weltgipfel 2002

 

Schnellsuche im Portal:

Erweiterte Suche

 

Username:
Kennwort:
Wenn Sie noch keinen Zugang haben, können Sie sich hier darüber informieren.

 

GlobalDas UN-Entwicklungsprogramm hat seinen jährlichen Bericht über die weltweite menschliche Entwicklung veröffentlicht. Der Report stellt dar, in welchem Ausmaß sich die Welt den Zielen der Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen annähert. Diese Ziele wurden 2000 verabschiedet sowie vom Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg und jüngst vom G8-Gipfel großer Industrienationen bestätigt.

Der Bericht präsentiert erstmals einen Aktionsplan zur Erreichung der Millennium-Ziele ("Millennium Development Compact"). Außerdem werden 175 Länder einem Ranking anhand ihres Standes menschlicher Entwicklung unterzogen.

- Neuere Ausgaben des Human Development Reports s. im Kommentar -


Das Ranking folgt einer Reihe von Indikatoren für menschliche Entwicklung (Lebenserwartung, Bildung, Realeinkommen pro Kopf). Platz 1 nimmt Norwegen ein, Platz 175 Sierra Leone. In 21 Staaten ist für den Zeitraum 1990-2001 ein Rückgang festzustellen. In den 80er Jahren war dies lediglich in vier Ländern der Fall. Eine große Rolle spielt hier der Rückgang der Lebenserwartung aufgrund der Verbreitung von HIV/AIDS in Afrika.

Human Development Report 2003Der Bericht zeigt darüber hinaus für die verschiedenen Weltregionen, bis wann sie bei Fortsetzung der bisherigen Politik die einzelnen Millennium-Ziele erreichen. Daraus wird abgeleitet, wo verstärkte Anstrengungen erforderlich sind. Für eine Gruppe von 59 Staaten wird ein prioritärer Bedarf ermittelt, die Ziele zu erreichen.

Zu den Millennium-Zielen gehört die Halbierung der Anzahl von Armut betroffener Menschen bis zum Jahr 2015. Ebenso soll die Zahl von Menschen ohne hygienische Wasserver- und -entsorgung bis dahin halbiert werden. Die Ausbreitung von HIV/AIDS soll bis 2015 gestoppt werden.

Zur Erreichung der Ziele sollen weitreichende Reformen in den Ländern des Südens durchgeführt werden, heißt es im Aktionsplan. Dies soll von den Industrienationen mit besseren Handelsbedingungen und verstärkter Entwicklungshilfe unterstützt werden. Letztere müsste zur Erreichung der Ziele auf weltweit ca. 100 Mia. US-$ verdoppelt werden, so der Bericht. Der Aktionsplan stützt sich auf die Arbeit von 300 Experten und Entscheidungsträgern im "Millennium Project", initiiert von Professor Jeffrey Sachs.

Fortschritte sind bereits erreicht worden. So konnten in China 150 Millionen Menschen in den letzten zehn Jahren der Armut entkommen. In den Ländern des Südens stieg in den letzten Jahrzehnten die Lebenserwartung um acht Jahre und wurde das Analphabetentum halbiert.

Doch in 31 Ländern stagniert der Fortschritt in Richtung Millennium-Ziele oder sind sogar Rückschritte zu verzeichnen. Zu den Hindernissen zählen hohe Auslandsverschuldung, HIV/AIDS und bewaffnete Konflikte.

Die Ziele lassen sich bis zum Jahr 2015, so der Bericht, in einer neuen Partnerschaft von Nord und Süd erreichen, wie sie der enthaltene Aktionsplan vorschlägt.

Links:

Millennium Development Goals (Ziele der UN-Millenniums-Erklärung; engl.)

Human Development Report 2003 (einzelne Kapitel oder Gesamtbericht wählbar; engl., frz., span., port. oder russ.)

Zusammenfassung im Press Kit (PDF-Datei, 19 Seiten, 1,1 MB, engl. - andere Sprachen unter obigem Link)

Human Development Indicators 2003 (engl.)


Kostenloser PDF-Betrachter
Redaktion, 09.07.03 | Send this story to a friend | Druckversion



"Human Development Report 2003 erschienen" | Login/Account anlegen | 1 Kommentare
Grenzwert
Für Kommentare sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Wir übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.


Human Development Reports 2004-2006 (Punktzahl 0)
von: Redaktion am: 09.11.06
(Benutzer-Info)
Seit 2003 sind folgende Human Development Reports (HDR) erschienen:

HDR 2004: Cultural Liberty in Today’s Diverse World (engl., PDF-Datei, 3,4 MB)

HDR 2005: International cooperation at a crossroads: Aid, trade and security in an unequal world (engl., PDF-Datei, 6,3 MB)

HDR 2006: Beyond scarcity: Power, poverty and the global water crisis (engl., PDF-Datei, 7,9 MB)

Der Human Development Report 2006 wurde am 9. November 2006 in Kapstadt, Südafrika, der Öffentlichkeit vorgestellt. Schwerpunkt ist die Wasserkrise. Jährlich sterben 1,8 Millionen Kinder an verunreinigtem Wasser, vor allem in Afrika.

Drei Empfehlungen werden gegeben:
  • Ein Grundrecht auf Wasser soll gewährleistet werden. Jeder Mensch habe Anspruch auf mindestens 20 Liter Wasser pro Tag - in den Industrieländern wird pro Kopf das Fünf- bis Zehnfache verbraucht. Für die Ärmsten soll Wasser kostenlos sein.
  • Nationale Strategien für eine saubere Wasserver- und -entsorgung sollen entwickelt werden.
  • Die internationale Entwicklungshilfe soll dies mit jährlich 3,4 bis 4 Milliarden US-Dollar zusätzlich unterstützen.
Die in der G8 vereinigten Industrieländer sollen hierzu einen Global Action Plan beschließen und umsetzen.

Über den Schwerpunkt hinaus wird der Human Development Index fortgeschrieben, von Norwegen auf Platz 1 bis Niger auf Platz 159. Deutschland liegt auf Platz 21, die USA auf Platz 8. Der Index zeigt die wachsende Kluft zwischen Ländern des Nordens und des Südens.

Weitere Informationen zu den Human Development Reports.

[ Antworten ]