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KommunikationWie können unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gezielter angesprochen werden? Zu dieser Frage hat das ECOLOG-Institut für verschiedene soziale Milieus herausgearbeitet, wie sich deren Einstellungen und Verhalten im Hinblick auf eine zukunftsfähige Entwicklung unterscheiden. Für solche "Nachhaltigkeitsprofile" wurden entsprechende Kommunikationsinstrumente entwickelt. Die Ergebnisse werden in einem Workshop am 17. Oktober 2002 vorgestellt.

Kampagnenwerkstatt
Lokale Agenda 21 zielgruppengerecht vermitteln
Soziale Milieus als Zielgruppen in der Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung


17. Oktober 2002, 10:00-17:00 Uhr
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstraße 33, Hannover (Nähe Hptbhf.)

Im Mittelpunkt der Kampagnenwerkstatt steht die Frage, wie Bevölkerungsgruppen, die bisher nicht für Umwelt- und Entwicklungsfragen interessiert werden konnten und sich nicht an lokalen Agenda-Prozessen beteiligen, gezielter angesprochen werden können. Im Rahmen der Veranstaltungen sollen zielgruppengerechte Konzepte für lokale und regionale Kampagnen und Aktionen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung entwickelt werden. Sie richtet sich an Mitarbeiter und Mitglieder der Umwelt- und Verbraucherverbände, an Akteure aus der entwicklungspolitischen und der lokalen Agenda-Arbeit, Beschäftigte in kommunalen und staatlichen Umweltverwaltungen sowie an Mitarbeiter in der Umwelt- und Erwachsenenbildungseinrichtungen.

Grundlage für diese Konzepte sind die Ergebnisse aus dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt "Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung - Soziale Milieus als Zielgruppen im lokalen Agenda-Prozess", das vom ECOLOG-Institut, Hannover, mit Partnern aus Kommunen und Verbänden durchgeführt wird. In diesem Projekt wurden Kommunikationsinstrumente für eine zielgruppengerechtere Ansprache unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen (soziale Milieus) erarbeitet sowie Konzepte entwickelt und erprobt, um auch die sozialen Milieus, die bisher nicht erreicht wurden, für ausgewählte Themenfelder mit hoher Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und sie für eine Mitarbeit in lokalen Agenda 21-Prozessen zu aktivieren.

Aus mehreren großen Marketing-Studien mit einer Gesamtzahl von rund 72.000 Befragten konnte eine Fülle empirischen Materials über die verschiedenen sozialen Milieus gewonnen werden. Es liegen jetzt z. B. bisher nicht verfügbare Informationen zu den jeweils dominierenden Einstellungen und Verhaltensweisen in den Bereichen Ernährung, Wohnen, Mobilität, Freizeit, Urlaub, Gesundheit, Kleidung, Waschen und Reinigen, Konsum, Sozialverhalten und gesellschaftliches Engagement, Umweltbewusstsein sowie Mediennutzung und Kommunikation vor.

Auf der Basis dieser Daten wurden Nachhaltigkeitsprofile und -portraits der sozialen Milieus erstellt. Anhand der Nachhaltigkeitsprofile der sozialen Milieus sind Aussagen zur Anschlussfähigkeit z. B. nachhaltigerer Konsummuster oder eines umweltverträglicheren Mobilitätsverhaltens an die vorfindlichen Lebensstile möglich. Insbesondere können einerseits Problemmilieus, also Milieus, in denen die größten Defizite im Umweltverhalten bestehen, und andererseits Pioniermilieus mit unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten positiven Einstellungen bzw. Verhaltensweisen, die eine gesellschaftliche Leitfunktion übernehmen können, identifiziert werden. Im Hinblick auf die Frage, wie bestimmte gesellschaftliche Gruppen angesprochen werden sollten, um sie für die Mitarbeit im Rahmen der lokalen Agenda 21 zu gewinnen, sind die Informationen zur Mediennutzung und zur Kommunikation sowie zum Sozialverhalten und zum gesellschaftlichen Engagement außerordentlich wertvoll. Diese Informationen, die ebenfalls aus den vorliegenden Marketing-Daten gewonnen werden konnten, wurden zu Kommunikationsprofilen der sozialen Milieus verdichtet.

Diese Nachhaltigkeits- und Kommunikationsprofile sollen im Rahmen der Kampagnenwerkstatt am
17. Oktober vorgestellt werden und als Grundlage für die Planung zielgruppenorientierter Kampagnen und Aktionen zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung genutzt werden.

Programm

10:00 Uhr   Begrüßung und Einführung
10:20 Uhr   Albrecht Hoffmann, agenda-transfer: Der Weltgipfel in Johannesburg und Perspektiven für die Lokale Agenda 21
10:50 Uhr   Soziale Milieus als Zielgruppen in der Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung
11:20 Uhr   Nachhaltigkeits- und Kommunikationsprofile der sozialen Milieus
11:50 Uhr   Diskussion
12:30 Uhr   Präsentation der Arbeitsmaterialien zur zielgruppenorientierten
Kampagnenplanung
13:00 Uhr   Mittagspause
14:00 Uhr   Drei parallele Workshops: 'Zielgruppenorientierte Kampagnen- und Aktionsplanung am Beispiel Klimaschutz'
  1. Private Mobilität
  2. Freizeit und Urlaub
  3. Vermarktung regionaler Produkte
16:00 Uhr   Präsentation und Diskussion der Ergebnisse
17:00 Uhr   Ende der Veranstaltung

Anmeldung

Die Veranstalter bitten um eine schriftliche Anmeldung unter der unten angegeben Adresse. Bitte geben Sie, wenn vorhanden, auch ihre E-Mail-Adresse an. Eine Anmeldebestätigung mit einer Anreisebeschreibung erhalten Sie nach Eingang des Teilnahmebetrags von 15,- EUR (inkl. Mittagsimbiss) auf folgendes Konto:
ECOLOG-Institut, Kto.-Nr. 228 125 bei der Stadtsparkasse Hannover, BLZ 250 501 80.
Bitte melden Sie sich frühzeitig an, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldebestätigung erhalten Sie nach Eingang des Teilnahmebetrags.

Kontakt

ECOLOG-Institut, E-Mail Bianca Schlußmeier, Nieschlagstraße 26, 30449 Hannover, Telefon: 0511-92456-46, Fax: 0511-92456-48

Siehe zum Thema auch den Beitrag "Kommunikationsstrategie Agenda im Schaufenster" und weitere Links zur Nachhaltigkeitskommunikation

Redaktion, 02.10.02 | Send this story to a friend | Druckversion



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